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Aktuelle Studienergebnisse zur Hyposensibilisierung bei Allergien
7. September 2004 - Dr. Jens Meyer

Die drei Säulen in der Behandlung von Allergiekrankheiten sind die Meidung der Auslöser (Allergene), die symptomatische Behandlung der Beschwerden mit antiallergisch wirksamen Medikamenten und die Hyposensibilisierung. Viele Allergene können jedoch nicht zuverlässig gemieden werden, und eine langfristige Anwendung von Medikamenten kann auch problematisch oder nicht genug wirksam sein. Unter einer Hyposensibilisierung versteht man die wiederholte Zufuhr eines Allergens in allmählich zunehmender Dosis bei einem Patienten mit nachgewiesener Allergie gegen dieses Allergen. Die Hyposensibilisierung wird vor allem bei allergischem Fließschnupfen, allergischem Asthma und bei der Insektengiftallergie, seltener bei Nahrungsmittelallergie und bei Neurodermitis (atopischem Ekzem) eingesetzt. Sehr gut belegt ist die Wirksamkeit einer Hyposensibilisierung bei durch Pollen oder Hausstaubmilben verursachtem Fließschnupfen.

Es gibt im wesentlichen zwei unterschiedliche Möglichkeiten, die Therapielösung zur Hyposensibilisierung zu verabreichen: Bei der klassischen subkutanen Variante wird das Allergen durch eine kleine Spritze in den Oberarm verabreicht. Die Behandlung erfolgt hierbei am Anfang in wöchentlichen Abständen, bei Insektengiften auch mehrmals täglich. Wenn die Enddosis erreicht ist, wird der Behandlungsabstand auf mehrere Wochen ausgedehnt und die Therapie zumeist über 3 Jahre (bei Insektengiften oft länger) fortgesetzt. Die zweite Möglichkeit ist die neuere sublinguale Form: Hier wird die Therapielösung in den Mund genommen und dort kurz unter der Zunge belassen und später geschluckt oder wieder ausgespuckt. Die Behandlung erfolgt in der Regel täglich.

Bestärkt werden die Befürworter der Tropfentherapie jetzt durch die Ergebnisse einer aktuellen klinischen Vergleichstudie, berichtet die Online-Ausgabe der Ärztezeitung. Bei 71 Patienten mit durch Birkenpollen-ausgelöstem Fließschnupfen wurden die Symptome sowohl mit Tropfen als auch mit Spritze bereits nach einem Jahr deutlich verringert und der Verbrauch an Medikamenten reduziert. Mit den Tropfen gab es anders als mit Spritze jedoch keine schweren unerwünschten Reaktionen. Experten hoffen nun, daß die sublinguale Behandlung auch längerfristig so erfolgreich ist wie in diesem Untersuchungszeitraum.

Näheres zu der aktuellen Untersuchung erfahren Sie in den beiden Artikeln der Ärztezeitung-Online:

Zum Artikel Nr. 1

Zum Artikel Nr. 2

Ausführliche Informationen zur Hyposensibilisierung finden Sie auf der Website des Deutschen Allergie- und Asthmabundes, DAAB.

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