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Behandlung des Lid- und Leck-Ekzems
4. Oktober 2005 - Dr. Jens Meyer

Lidekzeme, Leckekzeme und andere lokal begrenzte entzündliche Hautveränderungen sind auf dem Vormarsch – nach Einschätzung von Experten ist inzwischen jeder zehnte Deutsche von einer dieser speziellen Ausprägungen der Neurodermitis betroffen. "Am Auge darf Kortison keinesfalls lanfristig eingesetzt werden, da die Gefahr besteht, da­durch Grünen Star (Glaukom) zu bekommen. Zudem ist die Lidhaut die dünnste am ganzen Körper und daher sehr sensibel“, erläuterte Prof. Dr. Thomas Luger von der Klinik für Hautkrankheiten in Münster im Rahmen einer Berichterstattung der Aktion Gesunde Familie. „Eine Behandlung mit kortisonhalti­gen Cremes und Salben, die zu einer weiteren Hautverdünnung und dadurch zu einer ver­mehrten Ekzemneigung führen können, wird auch deshalb von den meisten Patienten ab­gelehnt.“ Auch beim feuchten, bläschenförmigen Wangenekzem, das häufig bei Kleinkin­dern vorkommt, seien kortisonhaltige Cremes nicht angezeigt. Das Lidekzem macht sich zunächst mit einer Rötung im Bereich von Ober- und Unterlid bemerkbar. Meist schwillt die Haut in der Umgebung rötlich an und wird schuppig. Ein unangenehmer Juckreiz sorgt da­für, dass Betroffene unwillkürlich immer wieder die Augen reiben, was oft zu weiteren Rei­zungen führt. Im chronischen Stadium verdickt die Haut und es bildet sich eine gröbere Struktur.

Mit der Wirkstoffklasse der Calcineurinhemmer stehen jetzt erst­mals wirksame und sichere Substanzen zur Behandlung von Lid-Ekzemen, Leckekzemen und Wangenekzemen zur Verfügung. Die Salben und Cremes mit den Wirkstoffen Tacrolimus bzw. Pimecrolimus zeichnen sich neben der guten Wirksamkeit durch ein sehr günstiges Ne­benwirkungsspektrum aus. „Wenn die Behandlung rechtzeitig beginnt, die Creme also bereits bei ersten Symptomen und nicht erst mit einigen Tagen Verzögerung aufgetragen wird, kann ein solches Ekzem rasch zur Abheilung gebracht werden“, erklärte Prof. Luger. Sie kann ohne zeitliche Begrenzung gerade auch auf empfindli­chen Arealen wie Gesicht, Hals und am Auge großflächig angewandt werden, ohne dass kortisonähnliche Nebenwirkungen befürchtet werden müssen.

„Die „Aktion Gesunde Familie“ hat es sich zum Ziel gesetzt, Personen mit Neurodermitis oder anderen allergischen Hauterkrankungen über moderne Therapieformen, begleitende Maßnahmen und Präventionsmöglichkeiten zu informieren,“ sagt Andrea Wallrafen, Ge­schäftsführerin des Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB). „Der Leidensdruck der Betroffenen ist oft sehr groß und beeinträchtigt die ganze Familie. Deshalb ist es wichtig, hier mit Informationen und Beratungsangeboten zu helfen!“ Der DAAB hat darum gerade die neue Broschüre „Gesund durchs Jahr mit Neurodermitis“ herausgebracht, die viele weitere Tipps und Informationen zu Neurodermitis und zum täglichen Verhalten enthält. Die Bro­schüre kann kostenlos unter der Telefonnummer 02161/814940 angefordert werden und steht auf der Internetseite der Aktion Gesunde Familie zum Download bereit: www.aktion-gesunde-familie.de.

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