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Tierhaltung für Allergiker - Ja oder Nein?
08.Juni 2009 - Dr. Uwe Schwichtenberg

In Warschau findet aktuell der 28. Kongress der European Academy of Allergy and Clinical Immunology statt. Es handelt sich hierbei zwar um die Europäische Gesellschaft für Allergologie, die über 6000 Ärzte kommen jedoch aus aller Welt, mit großer Beteiligung sowohl aus dem asiatischen als auch aus dem amerikanischen Raum. Ein highlight dieses Allergologentreffens war am 7. Juni der inszenierte "Boxkampf" zwischen Prof. Thomas Platts-Mills aus den Vereinigten Staaten und Prof. Bengt Björksten aus Schweden. Unter der Leitung von Prof. Wahn aus Berlin als "Ringrichter" stritten beide, ob der Familie des amerikanischen Präsidenten von der Anschaffung einer Katze abzuraten sei oder nicht.

Allergologen sind oft in der Praxis mit der Fragestellung konfrontiert, ob man Patienten mit Neigung zu allergischen Erkrankungen von der Anschaffung eines Tieres - besonders einer Katze - abraten sollte. In den letzten Jahren machte die "Kuhstallhypothese" Furore, die zeigte, dass Kinder, die im ersten Lebensjahr unter Bauernhofbedingungen aufgewachsen sind, weniger zu allergischen Erkrankungen neigen. Dem entgegen steht die bisherige Auffassung, dass die Meidung von Allergenen der Entwicklung einer Allergie entgegenwirkt.

Es war hilfreich zu sehen, dass auch die Hauptmeinungsbildner in der "allergologischen Welt" hier offenbar noch zu keinem abschließenden Ergebnis gekommen sind. Prof. Platts-Mills legte eindrucksvolle Daten vor, die zeigen, dass der Mechanismus, der offenbar für die Wirkung des "Kuhstalles" verantwortlich ist, mit Katzen nicht funktionieren kann. Prof. Björksten hingegen argumentierte vor allem für die positiven Effekte, die Tierhaltung für Kinder habe und das man keine Empfehlung aussprechen solle, wenn noch keine eindeutigen Beweise für Allergien vorlägen. Der Schwede konnte sich mit dieser Zurückhaltung allerdings beim Publikum nicht durchsetzen. Das Auditorium mit Allergologen aus aller Welt votierte mit einer deutlichen 2/3 Mehrheit dafür, dem amerikanischen Präsidenten in Anbetracht der allergologischen Vorgeschichte seiner Familie von der Anschaffung einer Katze abzuraten.

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