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Unliebsame Mitbringsel aus dem Urlaub
10. September 2009 - Dr. Getraud Kremer

Gut erholt aus dem Urlaub zurück? Das Fernweh ist gestillt, der heimische Alltag hält wieder Einzug? Wenn die schönen Erinnerungen bereits verblassen, machen sich nicht selten unliebsame Souvenirs an der Haut bemerkbar. Für die Haut sind Urlaubsreisen oft alles andere als erholsam, weiß Dr. Gertraud Kremer, Hautärztin in Berlin. Baden im Pool oder im Meer weicht die Haut auf und wäscht die Hautschutzbarriere regelrecht ab. Die Haut wird besonders anfällig für Infektionen durch Bakterien, Viren oder Pilze.

Aufgekratzte Insektenstiche beispielsweise sind - vor allem unter ungünstigen hygienischen Bedingungen - eine ideale Eintrittspforte für Bakterien. Intensive Sonne schwächt die Abwehrkräfte zusätzlich; das begünstige unter anderem auch das Auftreten von Lippenherpes, erklärt Gertraud Kremer. Wenn es zwischen den Zehen juckt, kann dies ein Hinweis auf eine Fußpilzinfektion sein. Hautpilze kann man sich beim Barfußgehen am Pool ebenso einfangen wie auf dem Teppichboden im Hotel. Feuchtwarme Zehenzwischenräume nach dem Baden oder auch verschwitzte Füße in Wander- und Sportschuhen bieten dem Pilz ideale Wachstumsbedingungen. Auch streunende Hunde und Katzen können bestimmte Hautpilze auf den Menschen übertragen. Kinder, die oft die Hände nicht von den so niedlichen Vierbeinern lassen können, sind besonders gefährdet. Eine Pilzinfektion der Haut macht sich dann - oft erst Wochen nach dem Urlaub - durch gerötete, schuppende, juckende Herde bemerkbar.

Auch "importierte" Parasiten wie Läuse und Flöhe müssen zu Hause gezielt ausgemerzt werden. Der Sandfloh beispielsweise befällt besonders die Füße, zu erkennen an einem geröteten, juckenden Knoten. Der Hautarzt kann den Parasit, der aus Mittel- und Südamerika, Afrika oder auch Indien eingeschleppt wird, mit einer sterilen Nadel entfernen. Fadenförmige, geringelte, gerötete "Muster", die heftig jucken, weisen auf einen "Hautmaulwurf" (Larva migrans) hin. Dabei handelt es sich um die Larven von Hakenwürmern, die man sich vor allem in tropischen und subtropischen Gegenden beim Gehen und Liegen am Strand einfangen kann und die sich dann durch die oberen Hautschichten graben. Die Behandlung kann mit verschiedenen Antiwurmmitteln erfolgen. Doch nicht nur auf Fernreisen lauern Parasiten, warnt Dr. Kremer. Auch bei Wanderungen in heimischen Wiesen und Wäldern sollte man die Füße und Beine durch festes Schuhwerk und Hosen schützen, um Zeckenbisse zu vermeiden, empfiehlt die Hautärztin.

Allergien zählen ebenfalls zu den unliebsamen Reisemitbringseln. So kann ein Henna-Tattoo, am Strand oder auf dem Basar günstig erworben, zu juckenden, geröteten Hautausschlägen führen. Vielleicht wollte frau sich im Urlaub einmal mit besonderen Kosmetika oder einem neuen Parfum verwöhnen? Duftstoffe können die UV-Empfindlichkeit der Haut erhöhen, so dass es bei Sonneneinstrahlung zu Rötungen und Bläschenbildung kommen kann. Auch wer Warnhinweise im Medikamentenbeipackzettel nicht ernst nimmt, kann eine unangenehme Überraschung erleben: Manche Arzneimittel wie Antibiotika oder die Antibabypille können ebenfalls zu einer Lichtsensibilisierung führen, warnt Kremer. Nach dem Abheilen der photoallergischen oder phototoxischen Reaktionen bleiben nicht selten unschöne Pigmentflecken zurück.

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