Neurodermitistherapie.info
Neurodermitistherapie.info

Startseite : Aktuelles

Aktuelles

Richtige Handreinigung - wichtig vor allem bei empfindlicher Haut
7. November 2012 - Dr. Uwe Schwichtenberg

Zu häufiges Händewaschen, Reinigungs- und Desinfektionsmittel und zu langes Tragen von Schutzhandschuhen machen der Haut zu schaffen, ob bei der Arbeit zuhause oder im Beruf. Wie aber können Sie Ihre Haut richtig schützen und pflegen? Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen hat anlässlich der bundesweiten Aktionswoche Haut&Job vom 5. - 9. November 2012 die Hautexpertin Prof. Vera Mahler aus Erlangen befragt.

Schon kleine Kinde lernen, ihre Hände zu reinigen. Als Erwachsene erfahren sie dann spätestens am Arbeitsplatz, dass zu häufiges Reinigen die Haut schädigt, ja krank machen kann. Wie kommt es dazu?

Prof. Mahler: Bei der Hautreinigung wird die Haut immer auch „entfettet", d.h. körpereigene Substanzen, die die Haut geschmeidig halten (z.B. Ceramide) werden mit entfernt.

Es gibt auf dem Markt eine Vielzahl von Reinigungsmitteln: Seifen, Gele, Lösungsmittel... Welche Mittel sind besonders hautfreundlich, welche besonders belastend?

Mahler: Besonders aggressiv sind natürlich Lösungsmittel (wie. z.B. Aceton und Terpentin), die nicht für den Einsatz an der Haut gedacht sind, aber immer wieder dennoch in bestimmten Berufsfeldern von den Beschäftigten bedenkenlos an der eigenen Haut eingesetzt werden, obwohl das eigene Auto niemals mit diesen Stoffen behandelt würde! Besonders hautfreundlich sind ph-neutrale, duftstoff- und konservierungsmittelfreie Waschlotionen und Waschstücke.

Profis, die besonders oft mit Schmutz und ölhaltigen Stoffen arbeiten, nutzen Grobhandreiniger mit Reibemitteln wie Sand u.ä. Haben Sie einen Tipp, wie man die Hautbarriere bei häufigem Grobreinigungsbedarf schützen kann?

Mahler: Grobhandreiniger enthalten in der Regel Wahlnußschalenmehl oder Kunststoffpartikel als Reibekörper, die ähnlich wie ein Schmirgelpapier abschilfernd wirken und bei mittlerer bis starker Verschmutzung der Hände eingesetzt werden. Zunächst sollte man prüfen, ob die Hautverschmutzung durch den Einsatz von Schutzhandschuhen vermieden werden kann. Wenn das aus technischen Gründen (z.B. bei Umgang mit drehenden Maschinen) nicht möglich ist, ist es sinnvoll, ein für den Arbeitsplatz geeignetes Hautschutzprogramm zu befolgen: Mit dem richtigen Hautschutz vor der Arbeit haftet die Verschmutzung weniger fest an der Haut an und nach der Reinigung hilft ein geeignetes Hautpflegemittel der Haut, sich zu erholen.

Gibt es bei den Reinigungsmitteln Innovationen, die weniger hautbelastend als der Standard viel Schmutz wegschaffen und dabei die Haut schonen?

Mahler: Als Innovation unter den Handreinigern für öligen und fettigen Schmutz gibt es als Alternative wachsperlenhaltige Handreiniger, die schonend den Schmutz aufnehmen, ohne die Hautbarriere in Mitleidenschaft zu ziehen.

Und was halten sie von Hygienelösungen, wie sie heute selbst der Besucher im Krankenhaus zur Handdesinfektion nutzen soll. Sind die ein Risiko für die Hautbarriere?

Mahler: Im Krankenhaus ist Hygiene natürlich unverzichtbar. Die Händedesinfektionsmittel, die für Personal und Besucher zur Verfügung stehen, sind aber weniger belastend für die Hautbarriere als das Waschen mit Wasser und Seife! Gerade ein häufiges Händewaschen oder Wasserkontakt von mehr als zwei Stunden pro Tag, sowie Tragen von feuchtigkeitsdichten Handschuhen stellen ein echte Herausforderung für die Hautbarriere dar. Können diese Belastungen im beruflichen oder privaten Bereich (z.B. bei der Pflege von Angehörigen) nicht vermieden werden, sind hautschützende und -pflegende Maßnahmen vorher und nachher umso wichtiger.

Weitere News-Beiträge

2012
7. Dezember 2012 Sauna-Regeln für trockene und allergische Haut ... → mehr

7. Oktober 2012 Bei Neurodermitis, Allergie und Gürtelrose jährlich zum Augenarzt ... → mehr

7. September 2012 Tacrolimus Salbe bessert die Barrierefunktion und reduziert die Anzahl der Ekzemschübe ... → mehr

7. August 2012 Insektenstiche und Hautparasiten ... → mehr

7. Juli 2012 Jeden Fünften quält einmal im Leben anhaltender Juckreiz ... → mehr

6. Juni 2012 Chronisches Handekzem: Ein Fall für den Facharzt ... → mehr

6. Mai 2012 Plasma-Medizin: Eine Forschungskooperation sagt Neurodermitis den Kampf an ... → mehr

6. April 2012 Neurodermitis: Patienten müssen Erhaltungstherapie weiterhin selbst bezahlen ... → mehr

6. März 2012 Allergievorbeugung bei Kindern ... → mehr

6. Februar 2012 Haut im Winter ... → mehr

16. Januar 2012 Drei neue Risikogene für Neurodermitis entdeckt ... → mehr

Archiv
2017 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2017 anzeigen
2016 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2016 anzeigen
2015 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2015 anzeigen
2014 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2014 anzeigen
2013 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2013 anzeigen
2011 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2011 anzeigen
2010 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2010 anzeigen
2009 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2009 anzeigen
2008 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2008 anzeigen
2007 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2007 anzeigen
2006 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2006 anzeigen
2005 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2005 anzeigen
2004 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2004 anzeigen
2003 Headlines der News-Beiträge des Jahres 2003 anzeigen

letztes update dieser seite: 2015-01-15 | © 2015

 
Die Inhalte von Neurodermitistherapie.info können und sollen keinen Arztbesuch ersetzen und stellen keine Anleitung zur Selbstmedikation oder Selbstdiagnose dar. Die Informationen dieser Webseiten inklusive der Experten-Sprechstunden sollen zur Erlangung zusätzlicher Informationen zu einer bereits gestellten Diagnose oder zur Vorbereitung eines Arztbesuches dienen. Empfehlungen hinsichtlich Diagnoseverfahren, Therapieformen, Medikamenten oder anderer Produkte werden nicht gegeben.
Bitte lesen Sie hierzu die Nutzungsbedingungen mit Haftungsausschluss.
© 2015 medical project design GmbH